Mit „Pictorial Turn“ (Wende zum Bild) beschäftigte sich schon Anfang der 90er der Amerikaner W.J.T. Mitchell. Corporate Art in die Kultur eines Unternehmens einzubinden, ist die Prämisse von HJ Linden. Dabei könnte man mit Deixis argumentieren: „Das Wichtigste an Bildern ist das Zeigende“. Es spielen jedoch viele weitere Faktoren eine Rolle, wie z.B. in diesem Fall Dimensionen und Farben. Sie setzen Akzente mit künstlerischem Anspruch in ihren individuellen Bereichen. Bilder in einer visuellen Kultur sind heute inflationär geworden. Daher kann eine Fokusierung aus einem anderen Blickwinkel verblüffende Wirkung zeigen, Beispiel: Das Plant Community Concept.

Natur und Raum schaffen – das ist die Vision von HJ Linden. Er geht stets von der Realität aus, schafft fotografisches Basismaterial von Pflanzen und Bäumen der besonderen Art. Dann komponiert er die Bilder neu und verfremdet sie mit von ihm entwickelten Techniken. Sie gehen von einem verfälschten Realimus bis zu unterschiedlichen, abstrakten Darstellungen aus.

Zum Künstler
HJ Linden ist ein interdisziplinärer Grenzgänger zwischen Kunst und Kommunikation. Corporate Art eine logische Konsequenz seiner kreativen Laufbahn, die in den 1970er-Jahren mit einem Studium an den Kölner Werkschulen und der Kölner Fachhochschule für Fotografie startete. Seit Mitte der 1990er-Jahre arbeitet er mit der digitalen Fotografie. Hieraus hat sich das Plant Community Concept entwickelt.

Seitdem HJ Linden seinen Wirkungskreis in die Villa Vorster im Kölner-Stadteil Marienburg verlegt hat, kommen auch Inspirationen aus diesem Umfeld. Eine Terminvereinbarung ist jederzeit möglich, um die exzeptionellen Werke zu besichtigen.